"Chorwärts in den Frühling" - Frühjahrsfeier in der Gemeindehalle

Träume, Leben und Emotionen mit Liedern auszudrücken war eine Herausforderung, der sich die Liederkranzchöre bei der Frühjahrsfeier stellten. Ein unterhaltsamer musikalischer Sonntagnachmittag bei Kaffee und Kuchen war angesagt und aufs Beste gelungen. Die Kuchenauswahl war gigantisch, auch lockten die lecker belegten Brötchen. Die Hallendeko war ausgesprochen einladend und die freundlichen HelferInnen hinter den Theken ebenso. Auf der Bühne boten die Sängerinnen und Sänger mit ihren Liedern: Träume - Leben - Emotionen. "Sehr vielseitig und abwechslungsreich", so das begeisterte Resumée aus dem Publikum.

Eine Insel, "wo meine Sonne scheint", davon träumte der Männerchor. Der Frauenchor konterte mit "Solange man Träume noch leben kann" und -ganz klar- "Mit 17 hat man noch Träume" (Solo Bärbel Skov).

Zum Leben gehören natürlich "Tage wie diese" und die musikalische Ballade "wia die Zeit vergeht" des Männerchors, während der Frauenchor rasant den Rhythmus des Lebens präsentiert. Im "Fenster meines Lebens" hielt Solist Gottlieb Wezel sehr gefühlvoll musikalischen Lebensrückblick.

Danach begeisterte der Pop-Projektchor mit "Ein graues Haar", "Take on me" und zeigte mit "Roar", dass man im Leben manchmal auch kämpfen muss. Bei "I love Rock'n'Roll" war das gute Lebensgefühl vorprogrammiert.

Große Gefühle zeigte der Frauenchor bei "Küss mich halt mich lieb' mich" und verwies darauf, dass es nicht immer "Rote Rosen regnet". Manchmal fehlen die Worte "I don't want to talk about it", Sabine Döttinger und Stefan Koch präsentierten dieses Gefühl musikalisch. Der Männerchor bot mit "Weus'd a Herz hast wia a Bergwerk" emotionale Tiefe und gestand mit "Mir im Süden" die Liebe zur schwäbischen Befindlichkeit.

Denn grandiosen musikalischen Schlusspunkt setzten Frauen-, Männer- und Projektchor in einem beeindruckenden Meddley, das auf das Wichtigste hinwies: sich persönlich wahrnehmen, miteinander reden, Gemeinschaft bleiben.

Durch das Programm führten gekonnt Jürgen Köpf als "Traum"mann, Emil Veit als "Lebens"erklärer und Angelika Maier als emotionale "Lady in Red".

Für die musikalische Vielfalt dieses Nachmittags zeichnete Dirigentin Rosi Hertl (Frauen- und Männerchor) verantwortlich, die uns Sängerinnen und Sänger auch gekonnt am Flügel begleitete. Der Pop-Projektchor stand unter der Leitung von Yvonne Nielitz, Jochen Scheidt übernahm dabei die Klavierbegleitung. Moritz Krohmer am Schlagzeug und Thomas Baisch am Bass bereicherten die Chöre an diesem Nachmittag musikalisch perfekt.